Termine
Jeden zweiten Mittwoch im Monat findet die Vorstandssitzung um 16:30 Uhr im Büro des Vereins, Am Ziegenmarkt 4, statt.
Gäste sind zu den Sitzungen herzlich willkommen.
Das restaurierte Bronzegeläut der Rostocker Marienkirche wird vervollständigt.
Es wird eine sechste und neue Bronzeglocke des Tons a1-1., mit einem Gewicht von 822 kg und einem Durchmesser von 1030 mm und einer Höhe ohne Krone von etwa 1030 mm eingebaut. Sie trägt den Bibelspruch aus dem Matthäusevangelium "Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken." und wird als Sakramentsglocke bezeichnet. Auch diese Glocke wurde durch den Rostocker Bildhauer Wolfgang Friedrich künstlerisch gestaltet. Figuren zieren die Krone und der Glockenkörper trägt neben der Schrift am Rand, Relieffiguren auf der Wandung. Der geglückte Guss wurde am 28.10. 2011 unter Anteilnahme einer Delegation der Innenstadtgemeinde in Karlsruhe in der Glockengießerwerkstatt Bachert ausgeführt. Die Abnahmeprüfung der Glocke durch den Glockensachverständigen Claus Peter aus Hamm wurde mit sehr guten Ergebnissen bestanden.
Die Innenstadtgemeinde und der Förderverein "Stiftung St.- Marien- Kirche zu Rostock e. V" entschied sich für diese weitere Glocke, um durch ihre Nutzung den Bestand der einzigartigen restaurierten mittelalterlichen Glocken zu schonen und deren Beanspruchung zu verringern.
Am 16.12. 2011 traf die Glocke an St. Marien ein und wurde in die Kirche gebracht, am 18.12. 2011, nach der Adventsmusik in Marien erfolgte in der Kirche die Glockenweihe und am 19.12. 2011 wurde sie in den Turm gehoben und eingebaut.
Das Mariengeläut wird dann aus vier historischen und zwei neuen Glocken bestehen.
Die Finanzierung der Arbeiten erfolgte durch Spenden. Allen Spendern wird durch Gemeinde und Förderverein auf das allerherzlichste gedankt. Dieses schöne Beispiel zeigt, wie sich viele Rostocker mit ihrer alten Marienkirche verbunden fühlen. Bitte unterstützen Sie uns auch in den nächsten Jahren bei der Gewölbesicherung im Kapellenkranz der Marienkirche.
Zu den Glocken der Marienkirche finden Sie bei der Aufsicht zwei ganz neue Broschüren, die ein schönes Weihnachtsgeschenk wären.
Zum Weihnachtsfest wird die neue Glocke in das Läuten ihrer Schwesterglocken freudig einstimmen.
Bilder von der Ankunft der Sakramentsglocke
Der Klang der Sakramentsglocke (Video)
Vollgeläut der nun sechs Glocken von St.-Marien am 21.12.2011 (Video)
Beschreibung der Betglocke von Wolfgang Friedrich (PDF)
Für das wiedererrichtete historische Geläut wird noch eine neue Bronzeglocke gebraucht.
Als am 06.04.2011 die musikalische und technische Abnahme des restaurierten mittelalterlichen Geläuts stattfand und die Glocken seit 103 Jahren wieder miteinander läuteten, wurde durch die Fachleute festgestellt, dass eine weitere neue Glocke sehr wünschenswert wäre, um die alten Glocken noch besser zu entlasten. Mit den historisch wertvollen, kunstvoll verzierten und zum zweiten Mal und jetzt erfolgreich geschweißten Glocken muss für viele kommende Jahre und Jahrhunderte sehr vorsichtig und verantwortungsbewusst umgegangen werden. Die ehemals zwei unbrauchbaren Glocken von um 1300 und 1409 wurden trotz ihrer Beschädigungen bis in die heutige Zeit bewahrt, nun müssen sie auch im Läutedienst geschont werden.
Die zweite neue Glocke soll im Ton "a" erklingen, gewidmet werden soll sie als Abendmahlsglocke. Sie soll das Bibelwort tragen: "Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken". Sie hat einen Durchmesser von etwa 1.030 mm und ein Gewicht von ca. 730 kg.
Der Guss der Glocke soll wieder in Karlsruhe bei der Gießerei Bachert erfolgen. Der Rostocker Bildhauer Wolfgang Friedrich, der bereits die Betglocke verzierte, wird wiederum die Glockenzier entwerfen und ausführen.
Es soll auch bei dieser Glocke gelingen, den Guss durch Spenden von Rostockern zu finanzieren. Spätestens Ende des Jahres 2011 soll sie dem historischen Geläut beigefügt werden.
Bilder von der Abnahme des Entwurfs der Abendmahls-glocke durch Gemeinde und Förderverein im Atelier von Wolfgang Friedrich
Projekt der Überführung und Einbaus der in St. Marien vorhandenen Glocken als funktionsfähiges Geläut in den Turm der Petrikirche
Von Anfang an war das Projekt der Wiederherstellung des historischen Geläuts in der Rostocker Marienkirche verbunden mit der Umsetzung des Mariengeläuts von 1979 in den Petriturm, zumal eine dieser Glocken ("Peter Matze", von 1548) aus St. Petri stammt und als einzige Petriglocke den Zweiten Weltkrieg überdauert hat.
Die große Glocke der Marienkirche (3465 kp, "h"), gestiftet vom Rostocker Optikerehepaar Adda und Martin Baudis und die kleinere Glocke ( 1948 kp, "d") wurden 1979 in Apolda gegossen.
Im Petriturm muss für den Aufbau eines Geläuts alles neu geschaffen werden. Die Schallluken zeigen, dass etwa in der jetzigen, ca. 40 Meter hohen Ebene des Besichtigungsumgangs der historische Glockenstuhl gestanden haben muss. Wie in St. Marien muss der alte Glockenstuhl auf einer starken hölzernen Unterkonstruktion gestanden haben. Im neuen Mauerwerk nachvollzogene Auflager könnten darauf hinweisen.
Dieses Projekt befindet sich in der Planungsphase.
Noch restauriert werden die Natursteinportale des Querhauses von St.-Marien mit Hilfe der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, der Rudolf-August Oetker-Stiftung und der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius.
Am 07. Mai 2011 ab 14.00 Uhr fand in der St.-Marien-Kirche eine Veranstaltung statt, in der sich die Innenstadtgemeinde bei allen, die an der Restaurierung des Turmes mitgewirkt haben, bedankt hat. Besonders erwähnt wurde die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, dessen ehemaliger Vorstandsvorsitzende, Prof. Gottfried Kiesow, und seine Nachfolgerin, Dr. Rosemarie Wilcken, anwesend waren. Ebenfalls gedankt wurde dem Land Mecklenburg-Vorpommern, der Hansestadt Rostock, dem Förderverein Stiftung St.-Marien-Kirche zu Rostock e.V. und vielen Einzelspendern.
Außerdem wurde die neue Glocke geweiht.
Die baulichen Sicherungsarbeiten am Kapellenkranz und Seitenschiffen ab 2011
Einem massiven Steinring gleich legen sich die fünf großen, baugleichen Kapellen im Osten um den Hoch-chor. Zwei gemauerte Wendeltreppentürme begleiten das aus rötlich, gelben Backsteinen gemauerte vor- und zurückspringende Mauerwerk mit den fünfzehn, zehn Meter hohen Fenstern. Fünfzehn Meter hohe sechs-eckige, gemauerte Rippengewölbe überspannen die Kapellen. Ansetzend an den Bündelpfeilern des Hoch-chors und den Wänden entsteht so ein offener und lichter Umgang hinter dem Altarraum. Immer je drei Fenster belichten die einzelnen Kapellen. Von einigen der Kapellen ist überliefert, welche Funktion sie hatten. Die östlichste war eine Marienkapelle, es gab eine Ratskapelle mit eigenem Portal und eine Kapelle der Ärzte und Barbiere, dort steht der Rochusaltar.
Gegenüber der Ostkapelle wurde 1472 die Astrono-mische Uhr aufgebaut. Etwa um 1290 wurde der Hoch-chor und Kapellenkranz an die bereits westlich beste-hende Hallenkirche (um 1232) angebaut. Die Wände des Kapellenkranzes zeigten innen große und kleine Mauer-nischen, die heute zugemauert und mit Grabsteinen zugestellt sind. Etwa 1886 wurden die Fenster des Kapellenkranzes mit Glasmalereibildern der Tiroler Glasmalereiwerkstätten Innsbruck ausgestattet. Die wohl einstmals sieben Bilder (es gibt keine Bilder oder Aufzeichnungen) zeigten Episoden aus dem Leben Christi. Bis auf zwei gingen diese Bilder durch Kriegs-folgen verloren. Die erhalten gebliebenen Bilder "Christi Auferstehung" wurde restauriert, "Christi Himmelfahrt" wurde gesichert Alle anderen Fenster wurden nach dem Zweiten Weltkrieg mit Antikglas in Rautenform neu verglast.
Beeindruckend, großen Tüchern gleich "schweben" die Gewölbe über den Kapellen. Gerade ihr Bauzustand ist aber besorgniserregend. Risse im Gewölbemauerwerk, gebrochene Rippen, alte Durchfeuchtungen und Verfär-bungen und untergesetzte alte Eisenschienen sowie eiserne Queranker verweisen auf gravierende Schäden an den Großgewölben. Diese Schäden kann jeder Besucher sehr gut sehen zumal die Gewölbe der Hochschiffe der Kirche in den vergangenen 17 Jahren restauriert wurden und im Glanz der Fassung von 1723 erstrahlen.
In den nächsten Jahren von 2011 bis 2018 zum achthundertjährigen Stadtjubiläum Rostocks, sollen die Bausicherungen an den Kapellen des Kapellenkranzes und der Seitenschiffe beendet sein.
Es werden die Gewölbe und Mauern statisch gesichert, Risse geschlossen, Steine ausgewechselt und Putz gefestigt oder erneuert. Auch große Teile der Außen-wände und Pfeiler werden repariert. Alle Innenflächen sollen einen neuen Kalkanstrich erhalten, die Bemalung der Gewölberippen von 1723 mit Blättern wird gezeigt und wiederhergestellt. Einbezogen in diese Reparaturen werden auch alle Fenster und Verglasungen. Maßwerke und Verglasungen sind seit langem verschlissen und verschmutzt. Die Arbeiten werden nicht leicht, weil in allen Kapellen großartige Kunstwerke aufgestellt sind.
Die Finanzierung der Restaurierungen am Kapellenkranz und dann den Seitenschiffen wird nur möglich, wenn wie bisher in den vergangenen Jahren das Land Mecklenburg-Vorpommern, die Hansestadt Rostock, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Evangelisch- Lutherische Landeskirche (Nordkirche) und Innenstadt-gemeinde Rostock, der Förderverein und viele Spender wie bisher zusammenwirken.
Großer Dank gilt allen Förderern und Spendern, die sich für die Marienkirche einsetzen und dafür sorgen, dass die Bausicherungen an der Marienkirche so erfolgreich vorankommen konnten.
Führungen durch die Kirche
Der Förderverein führt kostenfreie Führungen an jedem Freitag 11:45 Uhr und an jedem Sonntag 11.15 Uhr durch. Um eine Spende für den Bau wird gebeten.
Der Turm kann ausnahmsweise auf Anfrage beim Förderverein begangen werden.
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